Energielexikon

Niedrigenergiehaus

Ein Niedrigenergiehaus verbraucht durch bessere Wärmedämmung und verbesserte Technik deutlich weniger Energie als herkömmliche Häuser. Eine amtliche Definition gibt es nicht, da ein Niedrigenergiehaus keine bestimmte Bauform oder Bauweise beschreibt, sondern eher einen Verbrauchsstandard. Als Bezugsgröße wird im allgemeinen der jährliche Heizwärmebedarf bezogen auf einen Quadratmeter gewählt. Ein Niedrigenergiehaus braucht für die Raumheizung 30-70 kWh pro qm und Jahr. Das entspricht 3-7 l Heizöl. Die wichtigsten Merkmale eines Niedrigenergiehauses sind: sehr gute Wärmedämmung der Außenwände, Fenster, Dachflächen, Kellerwände und Kellerdecken, Reduzierung von Wärmebrücken, Dichtheit der Außenhülle (Blower-Door-Test), Optimierung des Verhältnisses Außenfläche / Nutzvolumen, optimierte Heizungsanlage, Optimierung der passiven Solarenergienutzung, energiesparende Warmwasserbereitung, kontrollierte Wohnungslüftung undgegebenfalls Wärmerückgewinnung.

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Energieeffizienz

Die Energieeffizienzklasse ist eine Bewertungsskala zur Unterstützung von Kaufentscheidungen für Elektrogeräte, die besonders energiesparend arbeiten.

Zur Zeit (Stand 2006) existiert für folgende Gerätetypen eine entsprechende Klasseneinteilung:
  • Elektrobacköfen
  • Geschirrspüler
  • Kühl- und Gefriergeräte
  • Leuchtmittel
  • Wäschetrockner
  • Waschtrockner
  • Waschmaschinen
  • Raumklimageräte

Die Bewertung muss auf dem Energielabel deutlich sichtbar an der Vorder- oder Oberseite jedes Geräts im Verkaufs- oder Ausstellungsraum angebracht sein. Die Bewertungsskala gibt über den Energieverbrauch (Strom und andere Energieträger) und über zusätzliche Gebrauchseigenschaften (Wasserverbrauch) des Gerätes Auskunft. Die Einteilung erfolgt in Klassen von A bis G, wobei A die beste Klasse darstellt und G die schlechteste.

Für viele Gerätetypen stammt diese Klasseneinteilung aus dem Jahre 1994 und spiegelt deshalb die damalige Marktsituation wider. Durch immer effizientere Geräte kann deshalb z. B. ein Gerät der Klasse B heutzutage schon das Schlusslicht unter allen lieferbaren Geräten sein.

Aus diesem Grund wurden die Erweiterungen A+ und A++ eingeführt, die jeweils noch besser als Klasse A sind. Mit Ausnahme von einigen Glühlampen-Typen, die vom Funktionsprinzip her einen schlechten Wirkungsgrad besitzen, sind auf dem Markt so gut wie gar keine Geräte der Klassen E-G mehr zu finden.